Friendship Highway ueberstanden
Damit der Beitrag nicht so langweilig zu lesen wird, haben wir uns ueberlegt, ein kleines Tibet-Radreise-ABC zu machen und dabei zu jedem Buchstaben ein Thema der letzten drei Wochen zu beackern...
Doch vorher noch eine kleine Zusammenfassung des Ablaufs, damit keiner den Ueberblick verliert:
In Lhasa sind wir erst spaet losgekommen und haben nach wenigen Kilometern gezeltet. Dabei in jeden Reifen so ca 30 Dornen gefahren aber ohne eine Panne zu bekommen. Die naechste Nacht verbringen wir im Camp der amerikanischen Tourgruppe und erfahren, dass die suedliche Strecke nach Shigatse unpassierbar ist. Wir fahren also einen Tag auf dem vielbefahrenen noerdlichen Highway auf gutem Asphalt.
Am naechsten Tag biegen wir dann vom Highway auf eine Nebenstrasse nach Gyantse ab um wenigstens einen Teil der schoenen Suedroute mitzubekommen. Dabei landen wir bald auf unbefestigter Strasse und Michi verbringt seine erste Kotz-Nacht wegen schlechtem Ei. Bis Gyantse dauert es noch so 2-3 Tage waehrend der wir den ersten 800 Hoehenmeter-Pass, mit dem wir gar nicht so gerechnet hatten, ueberfahren. Wir denken schon das haertest moegliche Stueck (belagtechnisch) hinter uns zu haben und freuen uns auf einige Tage Asphalt bis Shigatse. Auf dem Weg dorthin passiert auch nix besonderes: Wir passieren die haessliche Stadt Gyantse (nur einkaufen) und schlafen mal auf nem abgeernteten Kornfeld, mal irgendwo in der Pampa. Durch Shigatse fahren wir auch nur durch (auf Kloester haben wir da schon lange keinen Bock mehr) und verbringen die erste Nacht bei einer tibetischen Familie. Nach Lhatse laeuft es dann auch gut und wir schlafen zum ersten Mal im Hotel. Von dort sind die Fotos mit den singenden Tibetern. Ausserdem stammt auch der letzte Blogeintrag von hier.
Nach einem Ruhetag erklimmen wir also den hoechsten Pass Gyatso La trotz Behinderung durch Michis Gastrointestinaltrakt :-) Noch eine Nacht Schonzeit in Shegar haben wir im Anschluss bevor uns mit dem Pang La auf dem Weg zum Everest Basislager die groesste Pruefung bevorsteht. Bestaendiger Gegenwind mit teilweise Sandsturmqualitaet bringt uns an den Rand unserer Kraefte. Der restliche Weg zum Everest ist eigentlich nicht so schlimm, wuerde das dauernde Geruettel der Wellblechpiste meinem Magen nicht so zusetzen.
Am Basecamp machen wir einen Ruhetag aber sind eigentlich nicht richtig erholt, auf 5000m schlaeft es sich irgendwie schlecht. Also gehts bald weiter nach Tingri. Ist der Pass auf dem Weg dorthin erstmal ueberwunden, erleben wir im Abendlicht die wohl schoenste Abfahrt der bisherigen Reise. In Tingri haben wir dann das Groebste hinter uns, denken wir zumindest. Nach einer guten Nacht im Hotelbett werden wir aber bald enttaeuscht als kurz nach der Stadt der Asphalt endet und uns ein Tag mit 70km Feldweg erwartet. Wir verbringen die Nacht am Fuss des letzten Passes Thong La/Lalung La. Die Nacht endet mit meiner ersten (und einzigen) Kotzerei, den restlichen Vormittag gehts mir auch ziemlich elend so dass wir uns von einem Lastwagen auf den Pass mitnehmen lassen. Dort erwartet uns dann die angeblich laengste Abfahrt der Welt. Nach 10km siegt jedoch der Gegenwind ueber das Gefaelle - wir muessen uns noch 3 Stunden weiterquaelen bis wir schliesslich zum zweiten mal bei einer tibetischen Familie schlafen.
Auf der folgenden vorvorletzten Etappe gehts ausnahmsweise mal allen bestens. Wir geniessen eine atemberaubende Abfahrt bis Zhangmu, schaffen es aber nicht mehr bis Grenzschluss nach Nepal. Die letzten zwei Tage radeln wir in staendigem Auf und Ab durch Nepal, sehen uns an der Natur satt und essen uns satt an Dhal Bhaat. Leider verlassen Michi 2,5 der 3 Mahlzeiten am vorletzten Tag wieder durch die falsche Koerperoeffnung, aber geht schon. Die Vorfreude auf die Annehmlichkeiten Kathmandus laesst vieles verschmerzen. Am letzten Pass, von dem wir vorher gar nichts wussten, 30km vor Kathmandu, treffen wir noch zwei Deutsche (einer davon ist lustigerweise der Bruder meiner Kommilitonin Katharina Hackenberg) und drei Australier. Zu siebt stuerzen wir uns Verkehrschaos der Hauptstadt und kommen so punktgenau an Michis Geburtstag in Kathmandu an.
Morgen gehts weiter...
Doch vorher noch eine kleine Zusammenfassung des Ablaufs, damit keiner den Ueberblick verliert:
In Lhasa sind wir erst spaet losgekommen und haben nach wenigen Kilometern gezeltet. Dabei in jeden Reifen so ca 30 Dornen gefahren aber ohne eine Panne zu bekommen. Die naechste Nacht verbringen wir im Camp der amerikanischen Tourgruppe und erfahren, dass die suedliche Strecke nach Shigatse unpassierbar ist. Wir fahren also einen Tag auf dem vielbefahrenen noerdlichen Highway auf gutem Asphalt.
Am naechsten Tag biegen wir dann vom Highway auf eine Nebenstrasse nach Gyantse ab um wenigstens einen Teil der schoenen Suedroute mitzubekommen. Dabei landen wir bald auf unbefestigter Strasse und Michi verbringt seine erste Kotz-Nacht wegen schlechtem Ei. Bis Gyantse dauert es noch so 2-3 Tage waehrend der wir den ersten 800 Hoehenmeter-Pass, mit dem wir gar nicht so gerechnet hatten, ueberfahren. Wir denken schon das haertest moegliche Stueck (belagtechnisch) hinter uns zu haben und freuen uns auf einige Tage Asphalt bis Shigatse. Auf dem Weg dorthin passiert auch nix besonderes: Wir passieren die haessliche Stadt Gyantse (nur einkaufen) und schlafen mal auf nem abgeernteten Kornfeld, mal irgendwo in der Pampa. Durch Shigatse fahren wir auch nur durch (auf Kloester haben wir da schon lange keinen Bock mehr) und verbringen die erste Nacht bei einer tibetischen Familie. Nach Lhatse laeuft es dann auch gut und wir schlafen zum ersten Mal im Hotel. Von dort sind die Fotos mit den singenden Tibetern. Ausserdem stammt auch der letzte Blogeintrag von hier.
Nach einem Ruhetag erklimmen wir also den hoechsten Pass Gyatso La trotz Behinderung durch Michis Gastrointestinaltrakt :-) Noch eine Nacht Schonzeit in Shegar haben wir im Anschluss bevor uns mit dem Pang La auf dem Weg zum Everest Basislager die groesste Pruefung bevorsteht. Bestaendiger Gegenwind mit teilweise Sandsturmqualitaet bringt uns an den Rand unserer Kraefte. Der restliche Weg zum Everest ist eigentlich nicht so schlimm, wuerde das dauernde Geruettel der Wellblechpiste meinem Magen nicht so zusetzen.
Am Basecamp machen wir einen Ruhetag aber sind eigentlich nicht richtig erholt, auf 5000m schlaeft es sich irgendwie schlecht. Also gehts bald weiter nach Tingri. Ist der Pass auf dem Weg dorthin erstmal ueberwunden, erleben wir im Abendlicht die wohl schoenste Abfahrt der bisherigen Reise. In Tingri haben wir dann das Groebste hinter uns, denken wir zumindest. Nach einer guten Nacht im Hotelbett werden wir aber bald enttaeuscht als kurz nach der Stadt der Asphalt endet und uns ein Tag mit 70km Feldweg erwartet. Wir verbringen die Nacht am Fuss des letzten Passes Thong La/Lalung La. Die Nacht endet mit meiner ersten (und einzigen) Kotzerei, den restlichen Vormittag gehts mir auch ziemlich elend so dass wir uns von einem Lastwagen auf den Pass mitnehmen lassen. Dort erwartet uns dann die angeblich laengste Abfahrt der Welt. Nach 10km siegt jedoch der Gegenwind ueber das Gefaelle - wir muessen uns noch 3 Stunden weiterquaelen bis wir schliesslich zum zweiten mal bei einer tibetischen Familie schlafen.
Auf der folgenden vorvorletzten Etappe gehts ausnahmsweise mal allen bestens. Wir geniessen eine atemberaubende Abfahrt bis Zhangmu, schaffen es aber nicht mehr bis Grenzschluss nach Nepal. Die letzten zwei Tage radeln wir in staendigem Auf und Ab durch Nepal, sehen uns an der Natur satt und essen uns satt an Dhal Bhaat. Leider verlassen Michi 2,5 der 3 Mahlzeiten am vorletzten Tag wieder durch die falsche Koerperoeffnung, aber geht schon. Die Vorfreude auf die Annehmlichkeiten Kathmandus laesst vieles verschmerzen. Am letzten Pass, von dem wir vorher gar nichts wussten, 30km vor Kathmandu, treffen wir noch zwei Deutsche (einer davon ist lustigerweise der Bruder meiner Kommilitonin Katharina Hackenberg) und drei Australier. Zu siebt stuerzen wir uns Verkehrschaos der Hauptstadt und kommen so punktgenau an Michis Geburtstag in Kathmandu an.
Morgen gehts weiter...

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