Gefangen auf Ko Tao
Wie Michi ja schon geschrieben hat sind wir am 9. Januar nach Ko Tao, einer kleinen Insel im Golf von Thailand gefahren. Sind mit dem Nachtbus gefahren und schliesslich mit einem Katamaran zur Insel uebergesetzt. An den "Taxi"-schreienden Menschen vorbei ging es direkt zum Sairee Beach, dem Hauptstrand an dem alle Tauschschulen liegen. Es gibt so ca 40 davon auf der Insel, da faellt die Entscheidung schwer. Sind dann bei einer kleinen Tauchbasis gelandet und hatten sogar einen deutschen Tauchlehrer ganz fuer uns allein.
Nach zwei Tagen ausruhen gings auch schon los: Vormittags immer Videos schauen und die "Hausaufgaben" vergleichen, nachmittags dann praktische Uebungen. Da haben wir uns natuerlich immer am meisten drauf gefreut, einmal weil tauchen Spass macht und weil unser Lehrer TC ( sprich Teecee) dann nicht reden konnte. An Land hat er naemlich viel Unsinn erzaehlt, wie er z.B. seine Eventmanagementagentur in Hamburg verkauft hat (fuer ziemlich viel Geld) nachdem er die Party zur Einfuehrung des A380 organisiert hatte. Warum er trotz des vielen Geldes nun als angestellter Tauchlehrer arbeiten muss hat er zwar nicht gesagt, aber ein Grund koennten die vielen willigen Frauen auf Ko Tao sein. Gerade als Tauchlehrer, ihr wisst schon, da muss man sich einfach nur mit seinem Bierbauch in die Sonne setzen und schon kommen sie an. Beim Tauchen selbst waren wir aber echt zufrieden mit TC. Am ersten Tag Uebungen im flachen Wasser wie Maske an und ausziehen (natuerlich unter Wasser) oder sich die Druckluft teilen und solche Spaesse. Das gleiche am naechsten Tag nochmal im tiefen Wasser bei so ca 12 Metern. Spaetestens dann war klar dass wir unsere Tauchkenntnisse aus dem Mutterleib quasi direkt nach Ko Tao ruebergerettet haben und keine weiteren Uebungen benoetigen. Das war natuerlich in unserem Sinne, denn bei den letzten drei Tauchgaengen sind wir nur noch umhergeschwommen und haben beobachtet was es so zu sehen gibt im Meer um die Insel. Das alles hier aufzuzaehlen wuerde etwas den Rahmen sprengen, jedenfalls waren es viele bunte Fische und nicht weniger vielfaeltige unbewegliche Lebewesen wie Korallen und Wuermer. Diesen Wuermern geht gewissermassen der Rest der Welt am Arsch vorbei, denn sie verstecken sich in Roehren und strecken nur ihr Hinterteil heraus um mit den dort liegenden Borsten Plankton zu filtern. Wie viele kleine bunte Weihnachtsbaeume stehen sie also auf den Felsen und verziehen sich blitzschnell in ihrem Loch wenn man etwas Wasser auf sie faechert. Apropo bunt: Je tiefer man taucht, desto kleinere Wellenlaengen des sichtbaren Spektrums werden durch das darueber liegende Wasser rausgefiltert. Ab ca 20 Metern sieht man deshalb alles nur noch in Abstufungen einer Farbe. Wer uns als erstes schreibt wie diese heisst gewinnt ein Eis nach unserer Rueckkehr. Vielleicht laesst sich so auch rausfinden, ob es Leute gibt, die unsere Blogeintraege bis zum Ende lesen...
Ja das war auch schon der Tauchkurs, die Welt hat zwei "Open Water Diver" mehr. Eines ist uns aber jetzt schon klar, zum Haupthobby wird es bei keinem von uns reichen. War schon schoen da unten in einer so fremden Welt, aber so restlos begeistert wie beim Drachenfliegen war ich lange nicht. Ein Gefuehl von Schwerelosigkeit wollte sich nicht wirklich einstellen. Beim Schnorcheln ist man durch die fehlende Ausruestung viel freier und beweglicher. Kalt ists auch unter Wasser (besonders mir), da viel mir das Auftachen nach 45 min nie besonders schwer. Bedenkt man wie umstaendlich das Tauchen in Deutschland ist, werden wir wohl erst im naechsten Badeurlaub mal wieder abtauchen.
Zur Feier des Tages sind wir abends weggegangen und haben uns zwei Jana-und-Valerie-Gedaechtnis-Buckets sowie diverse Biere (u.a. echtes Erdinger) geleistet. Wir hatten schon eine Menge Spass und uns mit einer Gruppe Englaendern echt gut verstanden. Auf dem Nachhauseweg haben wir noch schnell ne Palme beklettert um von dort ins Flachwasser zu springen. Seitdem hat Michi merkwuerdige Abschuerfungen an den Unterarmen und bei mir fuehlt sich er linke Grosszeh irgendwie verstaucht an.
Weitere Weltnachrichten: Nach dem Besaeufnis (uebrigens dem zweiten ueberhaupt in einem halben Jahr) haben wir 4 Tage an einem anderen Strand auf der Insel verbracht. Zu diesem sind wir "gewandert" was die Leute alle ziemlich komisch fanden. Viele Touristen fahren hier mit nervigen Rollern die dreihundert Meter vom Bungalow zum Restaurant. Dieser zweite Strand "Shark Bay" war ganz schoen zum entspannen in einem kleinen Urlaub im Urlaub. Michi ist jeden Tag geschnorchelt und hat auch so einige Haie gesehen. Ich habe die meiste Zeit gelesen und geschlafen.
Dummerweise hatten wir laengere Zeit nicht das Guthaben auf der Kreditkarte gecheckt und so hoerte der Automat ploetzlich auf, Geld auszuspucken. Hat dann bissl laenger gedauert als erwartet bis Michis Ueberweisung ankam, so konnten wir erst zwei Tage spaeter als geplant das Hotel bezahlen und zurueck nach Bangkok fahren. Schlauerweise hatten wir nur meine Kreditkarte mitgenommen und alle anderen Karten und Travellerchecks in Bangkok im Safe gelassen.
In Bangkok haben wir nur schnell die Paesse in der vietnamesischen Botschaft abgeholt und sind am naechsten Tag morgens mit dem Zug nach Ayuttaya gefahren. Diese alte Hauptstadt des siamesischen Reichs liegt nur 100km noerdlich von Bangkok. Die Fahrt mit den Raedern im gleichen Waggon war Radfahrers Traum. Auch das Guesthouse dort war nicht schlecht: Komplett aus Teakholz gebaut und schoen eingerichtete Zimmer. Vor sechs Monaten haetten wir zwar nicht geglaubt auf sowas jemals wert zu legen, es kann aber wirklich angenehm sein auch fuer alle noch so harten Backpacker-Dormroom-Sparbroetchen. Ansonsten ist vomalten Glanz der Koenigsstadt nicht viel uebrig geblieben. Zahlreiche Tempelruinen liegen im Stadtgebiet verstreut. Hier haben die Burmesen ganze Arbeit geleistet und, nachdem sie alles niedergebrannt haben noch schnell allen Buddhas den Kopf abgeschlagen. Die wenigen verbliebenen Buddhakoepfe werden dementsprechend auch gehuetet wie der eigene Augapfel: Den wohl beruehmtesten Buddhakopf Thailands, er ist in einem Baum eingewachsen, darf man allen ernstes nicht aus einer relativ zu ihm hoeheren Lage fotografieren. Um der Kopfarmut praktisch zu begegnen haben wir schliesslich einigen Torsen unsere eigenen erleuchteten Koepfe zur Verfuegung gestellt.
Das war gestern. Heute sind wir um sechs aufgestanden um bei unserer ersten Radetappe richtung Kambodscha die morgendliche Kuehle mitzunehmen. Hat sich sehr bewaert diese unglaubliche Strategie. Damit es morgen wieder so gut klappt geh ich jetzt auch gleich ins Bett. Gute Nacht!
Die Bilder hat Michi noch nicht hochgeladen, kommt irgendwann spaeter.
Nach zwei Tagen ausruhen gings auch schon los: Vormittags immer Videos schauen und die "Hausaufgaben" vergleichen, nachmittags dann praktische Uebungen. Da haben wir uns natuerlich immer am meisten drauf gefreut, einmal weil tauchen Spass macht und weil unser Lehrer TC ( sprich Teecee) dann nicht reden konnte. An Land hat er naemlich viel Unsinn erzaehlt, wie er z.B. seine Eventmanagementagentur in Hamburg verkauft hat (fuer ziemlich viel Geld) nachdem er die Party zur Einfuehrung des A380 organisiert hatte. Warum er trotz des vielen Geldes nun als angestellter Tauchlehrer arbeiten muss hat er zwar nicht gesagt, aber ein Grund koennten die vielen willigen Frauen auf Ko Tao sein. Gerade als Tauchlehrer, ihr wisst schon, da muss man sich einfach nur mit seinem Bierbauch in die Sonne setzen und schon kommen sie an. Beim Tauchen selbst waren wir aber echt zufrieden mit TC. Am ersten Tag Uebungen im flachen Wasser wie Maske an und ausziehen (natuerlich unter Wasser) oder sich die Druckluft teilen und solche Spaesse. Das gleiche am naechsten Tag nochmal im tiefen Wasser bei so ca 12 Metern. Spaetestens dann war klar dass wir unsere Tauchkenntnisse aus dem Mutterleib quasi direkt nach Ko Tao ruebergerettet haben und keine weiteren Uebungen benoetigen. Das war natuerlich in unserem Sinne, denn bei den letzten drei Tauchgaengen sind wir nur noch umhergeschwommen und haben beobachtet was es so zu sehen gibt im Meer um die Insel. Das alles hier aufzuzaehlen wuerde etwas den Rahmen sprengen, jedenfalls waren es viele bunte Fische und nicht weniger vielfaeltige unbewegliche Lebewesen wie Korallen und Wuermer. Diesen Wuermern geht gewissermassen der Rest der Welt am Arsch vorbei, denn sie verstecken sich in Roehren und strecken nur ihr Hinterteil heraus um mit den dort liegenden Borsten Plankton zu filtern. Wie viele kleine bunte Weihnachtsbaeume stehen sie also auf den Felsen und verziehen sich blitzschnell in ihrem Loch wenn man etwas Wasser auf sie faechert. Apropo bunt: Je tiefer man taucht, desto kleinere Wellenlaengen des sichtbaren Spektrums werden durch das darueber liegende Wasser rausgefiltert. Ab ca 20 Metern sieht man deshalb alles nur noch in Abstufungen einer Farbe. Wer uns als erstes schreibt wie diese heisst gewinnt ein Eis nach unserer Rueckkehr. Vielleicht laesst sich so auch rausfinden, ob es Leute gibt, die unsere Blogeintraege bis zum Ende lesen...
Ja das war auch schon der Tauchkurs, die Welt hat zwei "Open Water Diver" mehr. Eines ist uns aber jetzt schon klar, zum Haupthobby wird es bei keinem von uns reichen. War schon schoen da unten in einer so fremden Welt, aber so restlos begeistert wie beim Drachenfliegen war ich lange nicht. Ein Gefuehl von Schwerelosigkeit wollte sich nicht wirklich einstellen. Beim Schnorcheln ist man durch die fehlende Ausruestung viel freier und beweglicher. Kalt ists auch unter Wasser (besonders mir), da viel mir das Auftachen nach 45 min nie besonders schwer. Bedenkt man wie umstaendlich das Tauchen in Deutschland ist, werden wir wohl erst im naechsten Badeurlaub mal wieder abtauchen.
Zur Feier des Tages sind wir abends weggegangen und haben uns zwei Jana-und-Valerie-Gedaechtnis-Buckets sowie diverse Biere (u.a. echtes Erdinger) geleistet. Wir hatten schon eine Menge Spass und uns mit einer Gruppe Englaendern echt gut verstanden. Auf dem Nachhauseweg haben wir noch schnell ne Palme beklettert um von dort ins Flachwasser zu springen. Seitdem hat Michi merkwuerdige Abschuerfungen an den Unterarmen und bei mir fuehlt sich er linke Grosszeh irgendwie verstaucht an.
Weitere Weltnachrichten: Nach dem Besaeufnis (uebrigens dem zweiten ueberhaupt in einem halben Jahr) haben wir 4 Tage an einem anderen Strand auf der Insel verbracht. Zu diesem sind wir "gewandert" was die Leute alle ziemlich komisch fanden. Viele Touristen fahren hier mit nervigen Rollern die dreihundert Meter vom Bungalow zum Restaurant. Dieser zweite Strand "Shark Bay" war ganz schoen zum entspannen in einem kleinen Urlaub im Urlaub. Michi ist jeden Tag geschnorchelt und hat auch so einige Haie gesehen. Ich habe die meiste Zeit gelesen und geschlafen.
Dummerweise hatten wir laengere Zeit nicht das Guthaben auf der Kreditkarte gecheckt und so hoerte der Automat ploetzlich auf, Geld auszuspucken. Hat dann bissl laenger gedauert als erwartet bis Michis Ueberweisung ankam, so konnten wir erst zwei Tage spaeter als geplant das Hotel bezahlen und zurueck nach Bangkok fahren. Schlauerweise hatten wir nur meine Kreditkarte mitgenommen und alle anderen Karten und Travellerchecks in Bangkok im Safe gelassen.
In Bangkok haben wir nur schnell die Paesse in der vietnamesischen Botschaft abgeholt und sind am naechsten Tag morgens mit dem Zug nach Ayuttaya gefahren. Diese alte Hauptstadt des siamesischen Reichs liegt nur 100km noerdlich von Bangkok. Die Fahrt mit den Raedern im gleichen Waggon war Radfahrers Traum. Auch das Guesthouse dort war nicht schlecht: Komplett aus Teakholz gebaut und schoen eingerichtete Zimmer. Vor sechs Monaten haetten wir zwar nicht geglaubt auf sowas jemals wert zu legen, es kann aber wirklich angenehm sein auch fuer alle noch so harten Backpacker-Dormroom-Sparbroetchen. Ansonsten ist vomalten Glanz der Koenigsstadt nicht viel uebrig geblieben. Zahlreiche Tempelruinen liegen im Stadtgebiet verstreut. Hier haben die Burmesen ganze Arbeit geleistet und, nachdem sie alles niedergebrannt haben noch schnell allen Buddhas den Kopf abgeschlagen. Die wenigen verbliebenen Buddhakoepfe werden dementsprechend auch gehuetet wie der eigene Augapfel: Den wohl beruehmtesten Buddhakopf Thailands, er ist in einem Baum eingewachsen, darf man allen ernstes nicht aus einer relativ zu ihm hoeheren Lage fotografieren. Um der Kopfarmut praktisch zu begegnen haben wir schliesslich einigen Torsen unsere eigenen erleuchteten Koepfe zur Verfuegung gestellt.
Das war gestern. Heute sind wir um sechs aufgestanden um bei unserer ersten Radetappe richtung Kambodscha die morgendliche Kuehle mitzunehmen. Hat sich sehr bewaert diese unglaubliche Strategie. Damit es morgen wieder so gut klappt geh ich jetzt auch gleich ins Bett. Gute Nacht!
Die Bilder hat Michi noch nicht hochgeladen, kommt irgendwann spaeter.

Get firefox !!
Atom
6 Kommentare:
Plau, es ist Plau! Wegen Energie und Teilchen und Dispersion und so :D
Physik macht schlau! Eis für Andi11!!!!!einseinself1!!!!!
Von
Andi, Am/um
26. Januar 2008 um 10:50
des hätt ich aach gewusst! ;-)
grüße aus crack-city
Von
Anonym, Am/um
26. Januar 2008 um 19:55
Wer nicht ^^
Von
Anonym, Am/um
28. Januar 2008 um 13:58
Ihr habt ja sooo Recht. Unser allwissendes Tauchbuch sagte, dass das langwellige Blau bis in groessere Tiefen vordringt als das kurzwellige Rot... ;)
Von
Salz, Am/um
29. Januar 2008 um 08:31
verdammt!
aber wir haben bonus, weil wir viiiieeeel zu viele klausuren in viiiiiieeeeeeeeeeeel zu kurzer zeit schreiben und leider nicht die ganze zeit im internet rumlungern können! ;-)
aber ich hätte es NATÜRLICH auch gewusst!!!!
ganz liebe grüße an euch!
Von
Anonym, Am/um
2. Februar 2008 um 11:23
Haha fast peinlich noch was zu schreiben. Aber wer weiß vllt gibt es ja noch Menschen, die den Eintrag noch später als ich lesen, und den soll ja nichts falsches beigebracht werden:
Langwelliges (= rotes) Licht wird stärker absorbiert als kurzwelliges (= blaues) Licht!!!
Dreckfuhler beim Schreiben oder euer Tauchbuch erzählt genauso viel Mist wie euer Tauchlehrer ;-)
Schönen Gruß
Von
Anonym, Am/um
21. März 2008 um 11:39
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